11. Februar 2026
Kant-Garagenpalast, Berlin, Deutschland
Teilnahme auf Einladung. Für Museumsfachleute in Deutschland stehen begrenzte Plätze zur Verfügung. Bei Interesse wenden Sie sich gerne an: programmes@museumsagentur.de.
Welche politische Rolle können Museen in aktuellen krisenhaften Kontexten einnehmen? Können sie als Akteur*innen von Diplomatie auftreten? Wie wirken Kulturpolitiken auf museale Allianzen für kulturelle Vielfalt und Pluralismus oder wie behindern sie diese? Welche Museumspolitik braucht es, um Museumsdiplomatie zu fördern? Und wie handeln Museen respektvoll und inklusiv in werte- und ressourcenbezogenen Konflikten?
Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Projekt „Agonistische Museums-Diplomatie“ (AMUDI) untersucht, wie Museen neben staatlichen Strukturen und Regularien als eigenständige diplomatische Akteur*innen agieren. Im AMUDI-Projekt arbeiten die vier Forschenden Joachim Baur (TU Dortmund, Deutschland), Friederike Landau-Donnelly (Humboldt-Universität zu Berlin, Deutschland), Sascha Priewe (Aga Khan Museum, Toronto, Kanada) und Sarah E. K. Smith (Western University, London, Kanada) aus den Bereichen Kulturwissenschaften, Kulturgeografie, Medien- und Informationswissenschaften sowie Museumspraxis zusammen. Sie untersuchen, wie eine konfliktorientierte diplomatische Praxis von Museen aussehen könnte. Zugrunde liegt die Hypothese, dass agonistischer Konflikt – kurz gefasst: die demokratisch moderierte Begegnung zwischen unterschiedlichen politischen oder wertebezogenen Positionen – demokratische Dialoge sowie eine vielfältige und offene Kulturlandschaft fördern kann.
Im ersten Workshop, der im Juli 2025 im Aga Khan Museum in Toronto stattfand, lud das deutsch-kanadische Projektteam eine Gruppe akademischer und praktischer Akteur*innen aus Kulturpolitik und Museen ein, um sich über Alltagserfahrungen und -praktiken konfliktorientierter Museumsdiplomatie sowie deren Wert auszutauschen.
Am 11. Februar 2026 bringt das AMUDI-Forschungsteam in Kooperation mit der Agentur für Internationale Museumskooperation Wissenschaftler*innen und Museumsschaffende auf Einladung zusammen, um über die agonistische Museumsdiplomatie als Konzept und Praxis zu debattieren. Die Museumsagentur betrachtet dabei auch ihre eigene Rolle innerhalb dieses Themenfelds. In einem einleitenden Input gibt sie Einblicke in den Entstehungsprozess der Museumsagentur, ihre Positionierung zum Begriff der Museumsdiplomatie und die Programme und Projekte, die sie entwickelt und fördert.
Kooperationspartner: Aga Khan Museum, TU Dortmund, Humboldt-Universität zu Berlin, Western University
Weitere Informationen zu AMUDI finden Sie hier.
Am 11. Februar 2026 ist das AMUDI-Forschungsteam im Rahmen eines Pilotprojekts des Programms Engage in dialogues zu Gast bei der Museumsagentur. Mit diesem Förderprogramm ermöglichen wir den fachlichen Austausch zwischen Museumsschaffenden, um den vielen Herausforderungen der Gegenwart in der grenzübergreifenden Kulturarbeit gemeinsam begegnen zu können.
Der Workshop findet in Zusammenarbeit mit der Agentur für Internationale Museumskooperation statt. Das übergeordnete Forschungsprojekt „AMUDI – Agonistic Museum Diplomacy“ (Projektnummer: 564218981) wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.