17.–21. November 2025
Istanbul, Türkei
Die in Istanbul stattfindende Recherchereise, organisiert im Rahmen des Peer-Exchange-Formats „Expanding Audience Engagement and Dialogue in Contemporary Art between Germany and Türkiye“, bringt Museumsfachleute aus Deutschland und der Türkei zusammen. Ziel der Initiative ist es, eine Dialogplattform zu schaffen: Es soll untersucht werden, wie das Publikum für zeitgenössische Kunst diversifiziert werden kann und inwiefern die historischen und gesellschaftlichen Verbindungen zwischen den beiden Ländern zu neuen Ansätzen für künstlerischen Austausch, Dialog und Publikumsentwicklung führen können. Darüber hinaus soll die Reise berufliche Netzwerke stärken, institutionelle Bedarfe sichtbar machen und auf Fördermöglichkeiten hinweisen, die durch internationale Zusammenarbeit entstehen.
Das Programm findet parallel zur 18. Istanbul Biennial statt. In diesem Rahmen lädt die Recherchereise die Teilnehmenden dazu ein, darüber zu reflektieren, inwiefern kulturelle Großveranstaltungen als Impulsgeber für langfristige öffentliche Teilhabe wirken können. In den Diskussionen wird es um das Potenzial solcher Formate zur Stärkung nachhaltiger kultureller Infrastrukturen und zur Förderung des gesellschaftlichen Dialogs unter Berücksichtigung unterschiedlicher Rahmenbedingungen gehen. Der Austausch soll Raum bieten, die Erfahrungen und das Wissen aus unterschiedlichen Institutionen, Regionen und Ländern miteinander zu teilen.
Über vier Tage hinweg besuchen die Teilnehmenden Museen und Institutionen der zeitgenössischen Kunst in Istanbul. Außerdem verbindet das Programm Vertreter*innen aus verschiedenen Städten in Deutschland und der Türkei. Präsentationen und Fallbeispiele sollen die unterschiedlichen Strategien zur Publikumsansprache und Partizipation aufzeigen. Ein Besuch der Kulturakademie Tarabya dient als Arbeitsbeispiel einer langfristigen bilateralen Zusammenarbeit – Tarabya ist eine 2011 vom Auswärtigen Amt gegründete Künstler*innenresidenz, die sich auf historischem Boden der deutschen Botschaft in Istanbul befindet.
Insgesamt will die Recherchereise deutlich machen, wie zeitgenössische Kunst durch Kooperationen, gemeinsames Lernen und experimentelle Ansätze vielfältige Zielgruppen erreichen kann.
Die Recherchereise ist Teil des Programms Open perspectives der Museumsagentur. Ziel des Programms ist es, Kooperationen anzustoßen – durch Reisen in Regionen mit dynamischen Museumslandschaften und durch erste persönliche Begegnungen zwischen internationalen Museumsfachleuten.
Partner: Istanbul Modern
Teilnehmende Institutionen:
Akbank Sanat, Istanbul, Türkei; Anadolu Kültür, Istanbul, Türkei; Arkas Art Center, Izmir, Türkei; Arter, Istanbul, Türkei; Baksı Museum, Bayburt, Türkei; Beykoz Kundura, Istanbul, Türkei; Borusan Contemporary, Istanbul, Türkei; C/O Berlin Foundation, Berlin, Deutschland; documenta und Museum Fridericianum gGmbH, Kassel, Deutschland; Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig, Leipzig, Deutschland; Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart, Staatliche Museen zu Berlin, Berlin, Deutschland; Haus der Kulturen der Welt, Berlin, Deutschland; İşbank Museum of Painting – Sculpture, Istanbul, Türkei; Istanbul Metropolitan Municipality Directorate of Libraries and Museums, Istanbul, Türkei; Istanbul Modern, Istanbul, Türkei; Istanbul Museum of Painting and Sculpture, Istanbul, Türkei; İzmir Painting and Sculpture Museum, Ministry of Culture and Tourism General Directorate of Fine Arts, Izmir, Türkei; Münchner Stadtmuseum, München, Deutschland; Museum Brandhorst, München, Deutschland; Museum Folkwang, Essen, Deutschland; Museum Fünf Kontinente, Staatliche Museen in Bayern, München, Deutschland; Neue Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, Berlin, Deutschland; Pera Museum, Istanbul, Türkei; Pinakothek der Moderne, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München, Deutschland; Sakıp Sabancı Museum, Istanbul, Türkei; SALT, Istanbul, Türkei; Sprengel Museum Hannover, Hannover, Deutschland; TAM MUSEUM gGmbH, Berlin, Deutschland; Yapı Kredi Culture and Arts, Istanbul, Türkei
© Istanbul Modern, Foto: Flufoto